Morgengedanken an der Mole
Shownotes
Heute Morgen bin ich um fünf Uhr aufgestanden, um die Mondfinsternis über dem Meer zu sehen.
Und dann kamen die Wolken.
Ich bin trotzdem an der Mole geblieben.
Warum mich ausgerechnet das zu einer Frage gebracht hat, die ziemlich viel mit unserem Business, unseren Wünschen und vielleicht sogar unserem ganzen Leben zu tun hat, darüber denke ich in dieser Folge laut nach.
Und es geht um einen meiner Lieblingssätze.
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00:00:01: Heute Morgen war Mondfinsternis um sechs Uhr, vierzehn.
00:00:07: Und ich wollte die wirklich gerne sehen weil sie ist echt eine ganz besondere Mondfinstanis gewesen.
00:00:12: Also bin ich um fünf aufgestanden und bin runter zur Mole.
00:00:16: Um dort den Mond zu beobachten wie er sich verfinstert und dann so ganz langsam im Wasser abtaucht.
00:00:22: Weil das war kurz vor Sonnenaufgang.
00:00:23: also es war... Es hätte sehr magisch sein sollen!
00:00:27: Und ich kam dann auch da unten an, erst durch die ganz stille Stadt morgens um.
00:00:31: Ich bin um fünf aufgeschauen, also ich war so um halb sechs unterwegs und dann bin ich durch die einsame Stadt gelaufen und dann kam ich zum Mole.
00:00:38: Da waren auch schon vier, fünf Leute, haben geguckt und die ersten fünf Minuten konnte ich den Mond schon leicht verfinstert über dem Wasser sehen.
00:00:47: Naja und dann ist er verschwunden!
00:00:50: Ich wusste, der kommt auch nicht mehr.
00:00:52: Weil das war schon klar.
00:00:53: Es war so kurz vor Monduntergang.
00:00:55: Er war also kurz davor unterzugehen und es war eh schon kritisch.
00:00:59: Aber ein Stück davon habe ich gesehen.
00:01:01: Ich bin aber trotzdem geblieben einfach aus Respekt für diesen Naturschauspiel.
00:01:09: Und weil sie ja trotzdem stattfindet... Also die Mondfinstern findet statt, auch wenn ich sie mit meinen Augen nicht sehe.
00:01:14: Ich weiß hinter den Wolken verdunkelt sich, verfinstert sich gerade der Mond Und ich saß auf dieser Mole und das Wasser kam so angeplätschert.
00:01:27: Das Licht wird immer heller, aber der Sonnenaufgang ist noch nicht da.
00:01:30: Ich hatte ja auch Zeit nachzudenken – das war ja nichts hat meine Augen irgendwie beschäftigt!
00:01:36: Da musste ich über den Gedanken nachdenken, dass ich jetzt überhaupt nicht auf die Idee komme zu sagen «die Mondfinsternis findet gar nichts statt».
00:01:45: Also ich konnte sie nicht sehen, aber sie war trotzdem da.
00:01:49: Mir ist so aufgefallen, wir oft in unserem Leben genau das machen.
00:01:52: Wir sehen etwas nicht und dann machen wir da draus es ist nicht da.
00:01:57: Also ich sehe noch keine Resonanz auf mein neues Angebot also funktioniert es nicht.
00:02:01: Ich seh noch nicht wie man ein Business konkret in zwei Jahren aussehen könnte Also gibt's den Weg dorthin auch gar nicht!
00:02:10: Ich sehe gerade keinen Menschen mit dem ich meinen Leben verbringen möchte Also gibts eigentlich auch keinem.
00:02:14: Woher soll der kommen?
00:02:16: Und dann verwechseln wir, ich sehe es nicht ganz schnell mit.
00:02:19: Es existiert nicht und klar kann ich bei einer Mondfinsternis genau berechnen wenn sie stattfindet.
00:02:25: also ich wusste von meinem logischen Verstand her dass ihr jetzt statt findet.
00:02:30: aber so ist ja auch im Leben.
00:02:32: es ist alles da.
00:02:34: also alles was sich mir vorstellen kann ist jederzeit dabei.
00:02:36: sonst könnte ich es mir nicht vorstellen.
00:02:38: die Frage ist also nicht ob ich es sehe sondern die frage ist ob es auf meinen Weg liegt Und wenn ich mir etwas wünsche, dann weiß ich nicht was gerade am Entstehen ist und ob ich auf dem richtigen Weg dorthin bin.
00:02:53: Vielleicht entsteht etwas weil es auf meinem Weg liegt?
00:02:57: Ich bin unterwegs und das wird immer sichtbar.
00:02:59: Vielleicht aber auch nicht, weil mein Weg mich ganz woanders hinführt.
00:03:03: Und vielleicht bin ich auch auf dem Weg und es entsteht was Vollkommen anderes, auf der sich heute überhaupt noch gar nicht komme.
00:03:11: Genau dieses Nichtwissen finde ich inzwischen unglaublich spannend!
00:03:15: Denn was machen wir normalerweise?
00:03:17: Wir nehmen das sichtbare und machen dann daraus die Zukunft.
00:03:21: So hat es bisher funktioniert oder so hat es bis hier nicht funktioniert, also wird's auch zukünftig nicht funktionieren... ...oder funktionieren.
00:03:27: Ich hatte bisher den Umsatz x, dann könnte mein nächster Umsatz ungefähr x plus ein sein.
00:03:33: In meinen bisherigen Beziehungen fühlte ich mich immer unsichtbar Also wirds auch in der nächsten zu sein.
00:03:40: Meine Kunden kaufen übrigens nur die günstigen Angebote, als wird sich das Angeboz nie irgendwie verkaufen lassen.
00:03:47: Dabei ist das Vergangene doch erst mal nur eine Information.
00:03:51: Die Vergangenheit ist passiert und zwar aufgrund dessen, wer ich bin oder wer ich damals war – die Zukunft ist noch offen!
00:03:59: Und trotzdem benutzen wir die Vergangenheit ständig als Beweis dafür was in der Zukunft möglich ist.
00:04:08: Möglichkeit ist keine Garantie.
00:04:10: Ich sage jetzt nicht alles, was du willst, es ist bereit für dich da, du musst es nur sehen.
00:04:17: dass nicht alles für mich bestimmt ist in diesem Leben, so wie mein Verstand, mein Sicherheitsgefühl, mein Ego es gerne hätten.
00:04:24: Ich bin aber sicher das alles was in meinem Leben zu mir kommt zu meinem Besten ist.
00:04:30: und manchmal müssen wir erst wieder lernen das Unmögliche zu glauben also das Nichtwissen nicht zu unmöglich machen.
00:04:39: ich weiß nicht was im Unsichtbaren liegt Aber ich muss das was sich noch nicht sehen kann auch nicht vor schnell ausschließen.
00:04:48: Und dafür finde ich was wäre wenn ist ein wunderschöner Startpunkt, wenn danach keine Horrorszenarien kommen.
00:04:55: Also was wäre, wenn nicht vierhundertsechsundsiebzig Möglichkeiten wie etwas Schlimmes passieren kann und wie ich es verhindern kann?
00:05:02: Sondern vielleicht nur die drei Möglichkeiten, die ich bisher oft unbewusst ausgeschlossen habe weil sie mir so unmöglich erschienen.
00:05:09: Egal ob zum Umsatz Beziehung, Wohnen oder was auch immer geht!
00:05:15: Was wäre, Wenn mein Leben viel größer werden kann als das, was ich im Moment davon
00:05:19: sehe?!
00:05:21: Was wäre, wenn man Business eine Form bekommen kann auf die ich bisher noch gar nicht komme?
00:05:27: Was wäre wenn Freiheit für mich ganz anders aussieht als ich sie bisher definiert habe.
00:05:32: Was wäre wenn etwas möglich ist für was ich heute noch gar keinen Beweis hab?
00:05:37: und nein das verändert die äußere Realität nicht aber es verändert die Perspektive mit der ich auf die äußerer Realität schaue Und mein Fokus erschafft nicht automatisch ne neue Welt Aber mein Fokus entscheidet sehr wohl darüber, welche Welt ich wahrnehme.
00:05:55: Und wenn ich davon überzeugt bin, dass etwas unmöglich ist, werde ich anders entscheiden andere Dinge wahrnehmen, andere Möglichkeiten überhaupt in Betracht ziehen als wenn ich sage keine Ahnung ob es geht aber schließe es mal noch nicht aus und das ist für mich übrigens was komplett anderes als positives Denken Das erschafft Möglichkeiten es öffnet meinen Blick Und dadurch erkenne ich vielleicht Chancen, die ich vorher gar nicht gesehen habe und dann kann ich sie ergreifen.
00:06:23: Was ganz wichtig ist!
00:06:26: Vielleicht muss ich ja gar nicht wissen wie es aussehen muss – vielleicht muss ich das jetzt noch nicht wissen?
00:06:32: Ich kann mir mehr Freiheit wünschen ohne zu wissen welche Bissener Struktur sie ermöglicht.
00:06:38: Dann kann ich mich auf den Weg machen und zwar heute den ersten Schritt und jeder Schritt und jede Entscheidung bringt mir mehr Klarheit Darüber, was ich will.
00:06:45: Darüber wie Freiheit für mich aussieht und darüber, was sich nicht will also wie Freiheit für mich nicht aussieht!
00:06:51: Und Ich kann mehr Geld wollen ohne heute schon zu wissen auf welchem Weg es kommt.
00:06:56: Und ich kann zum Beispiel ein viel größeres Leben wollen, ohne es heute bereits im Detail zeichnen zu können.
00:07:03: Nicht alles was ich mir wünsche braucht vorher eine konkrete Form.
00:07:07: Genau das ist übrigens etwas was ich in meinem eins-zu-eins immer wieder erlebe Frauen kommen zu mir, weil sie wissen das was anders werden soll im Business.
00:07:16: In ihrem Leben und meistens in beidem.
00:07:19: Aber Sie können noch nicht sagen wie dieses anders konkret aussehen soll und kann.
00:07:26: Und ich glaube genau da machen wir uns oft unnötig Druck als müssten wir erst das fertige Bild haben bevor wir losgehen können.
00:07:35: Manchmal geht es zuerst darum dass fertige bild nicht mehr für das einzig mögliche zu halten Und dann gemeinsam herauszufinden, wie der nächste Schritt aussehen kann ohne schon den ganzen Weg kennen zu müssen.
00:07:49: Heute Morgen waren also Wolken über Triest und die Mondfinsternis war trotzdem da.
00:07:55: Bei meinem Leben habe ich diese Gewissheit nicht dass das was noch unsichtbar ist auch auf meinem Weg liegt.
00:08:02: Vielleicht brauche ich es auch gar nicht vielleicht reicht manchmal Ich weiß es noch nicht und statt daraus zu machen dann geht es wahrscheinlich nicht, kann ich sagen Was wäre wenn?
00:08:12: und damit meinen Blick öffnen.
00:08:15: Ich weiß nicht, was im Unsichtbaren liegt aber ich muss das, was ich noch nicht sehen kann auch nicht vor schnell ausschließen.
00:08:23: Was wäre wenn mein Leben viel größer werden kann als das, dass ich im Moment davon sehe?
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