Hör auf immer im gleichen Stausee zu schwimmen
Shownotes
Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.
In denselben Stausee schon.
Vielleicht kennst du das: Du hast dieselbe Angst, dieselbe Unsicherheit, dasselbe ungute Gefühl schon hundertmal bearbeitet. Geheilt. Verstanden. Losgelassen. Und trotzdem taucht es wieder auf.
Genau darüber denke ich in dieser Folge laut nach.
Aber Vorsicht, es widerspricht einigen gängigen Life-Coaching-Ansätzen.
Und könnte dein Leben deutlich leichter machen.
Transkript anzeigen
00:00:01: Es gibt Erkenntnisse, die kommen so Stück für Stück.
00:00:04: Die sind nicht auf einmal da – also so ist es bei mir – sondern sie werden immer klarer mit der Zeit.
00:00:10: Ich integriere sie mehr und verstehe sie tiefer bis ich sie wirklich ganz verstanden habe und vor allem auch lebe.
00:00:20: Und genau dann ist auch der Moment in dem ich sie teile.
00:00:23: Deswegen hab' ich heute wieder eine Erkenntnis aber heute wenn ich ganz ehrlich bin, dieser ganzen Mindset-Livecoaching Branche ziemlich widerspricht.
00:00:35: Ich habe nämlich aufgehört meine Gefühle verändern zu wollen.
00:00:39: Früher da wollte ich sie loswerden!
00:00:41: Ich dachte, ich müsste sie transformieren.
00:00:44: Muss den Ursprung finden, woher sie kommen?
00:00:46: Muss sie heilen, muss sie lösen und muss sie verarbeiten.
00:00:49: Egal ob es um Angst geht Traurigkeit, meine Wut oder Unsicherheit alles... Und ich dachte echt, wenn ich sie nur genug verstehe.... Wenn ich da tiefer reingehe, wenn ich genug heile und transomiere dann verschwinden sie.
00:01:03: Und ich habe echt viele Techniken dazu gelernt.
00:01:06: Ich hab sie gelebt.
00:01:08: Ja auch mein Business hat darauf aufgebaut Aber wenn ich ehrlich bin hat sich im Grunde meistens wenig verändert Bis mir bewusst wurde es geht nicht darum die Gefühle wegzumachen sondern es geht darum die gefühle einfach fließen zu lassen.
00:01:23: Stell dir mal ein Bach vor so einen richtig schönen Bach.
00:01:26: Das Wasser fließt, es hüpft so über die Steine.
00:01:29: Es blätscht dahin mal ruhig und mal wild und man ist klar und mal ist trüb aber es fließet.
00:01:36: Und jetzt stellt ihr vor da baut jemand quer durch diesen Bach-Animoor dann fängt das Wasser an sich zu staunen.
00:01:45: Es wird trüben, es kippt und es verliert seine Lebendigkeit denn der Staudamm verhindert dass es flieht.
00:01:52: alle stockt.
00:01:55: Du kennst vielleicht dieses Bild, wo man sagt, man kann niemals zweimal in den gleichen Fluss steigen.
00:02:01: In dieses Wasser, dieses aufgestaute Wasser da kannst du zwei, drei mal fünf Mal zehnmal reinsteigen.
00:02:10: und erstaut dann das in dem Bild unsere Gedanken die Bewertungen ja die Bewerbungen, die wir unseren Gefühlen oder den Situationen gaben.
00:02:19: denn so funktioniert unser System.
00:02:22: Wir fühlen Schmerz Und Schmerz wollen wir auf jeden Fall verhindern, völlig logisch.
00:02:26: Also sucht unser Verstand einen Grund und baut heraus eine Geschichte.
00:02:31: Deswegen hast du als Kind gelernt, lieb zu sein oder dich anzustrengen nicht laut zu sein.
00:02:38: Du hast auch ein Selbstbild aufgebaut wie du bist und wie du nicht bist und all das damit der Schmerzen aufführt.
00:02:45: Und dann irgendwann, also erwachsen wurde schon durch dein Leben, gingst du angefangen diese Situation immer wieder heilen Nur die Gefühle, die kommen trotzdem zurück.
00:02:57: Und du denkst dann, dass du eben noch mehr heilen und loslassen und transfinieren musst, solange bis diese Gefühlen endlich weg sind?
00:03:03: bist du wirklich selbstbewusst bist mutig dich hübsch fühlt oder du kein schlechtes Gewissen mehr hast weil du nicht täglich deine Mutter anrufst?
00:03:13: ich glaube nicht mehr daran das wir diese gefühle weggemachen müssen.
00:03:15: das wird ihr irgendwie heilen können.
00:03:17: dann verschwinden sie und genau deswegen arbeite ich ja heute nicht mehr in den gefühlen.
00:03:23: Ich glaube übrigens auch nicht, dass die Staumauer das eigentliche Problem ist.
00:03:27: Sie war nämlich mal die Lösung!
00:03:29: Denn diese Staumauer hatte ich geschützt – als Kind und Jugendliche in einer schweren Zeit.
00:03:35: Und damals war sie vielleicht sogar lebenswichtig.
00:03:39: Nur heute hält sie dich zurück.
00:03:40: Sie hält etwas zurück, das längst weiterfließen möchte… Gefühle.
00:03:46: Und nein, ich reiß keine Staumauern ein.
00:03:49: Ich schaue mit meinen Kundinnen zuerst, ob sie überhaupt noch gebraucht
00:03:52: werden.".
00:03:53: Also wir schauen auf die Gedanken, die Bewertungen und Geschichten, die das Wasser festhalten.
00:03:57: Die Gefühle.
00:03:59: Denn Gefühlen werden immer da sein!
00:04:02: Du wirst dich immer mal wieder traurig oder wütend oder unsicher fühlen... ...und auch den Schmerz weil deine Eltern dich vielleicht nicht wirklich gesehen haben.
00:04:09: Der wird vielleicht nie verschwinden denn er gehört dazu aber er gehört nicht mehr zu deiner Identität.
00:04:16: du identifizierst dich nicht über ihn sondern er darf einfach da sein und er ist ein Teil Aber er bestimmt nichts mehr.
00:04:25: Und für mich war das eine Riesenerleichterung und ich weiß auch von meinen Kundinnen, dass es ihnen so geht nämlich zu erkennen... ...dass es nicht bedeutet, dass du's nicht hinbekommst diese ganzen Sachen zu transformieren und zu heilen nur weil das Gefühl der Unsullänglichkeit oder der Wut immer wieder auftaucht.
00:04:44: Denn diese Gefühlesinnbestandteile des Lebens die werden nie weggehen Du wirst es immer fühlen können!
00:04:50: Wenn wir die Bewertung rausnehmen und sie einfach da sein lassen Dann verändert sich plötzlich alles.
00:04:57: Weil dann dürfen diese Gefühle einfach da sein, dann ist es okay wenn sie auftauchen.
00:05:01: Dann heißt es weder dass du gut oder schlecht bist sondern nur das diese Gefülle da sind und Sie bestimmen nicht mehr.
00:05:08: Weder dich noch dein Handel noch deine Identität – sie sind da!
00:05:11: Und das ist alles.
00:05:13: Interessanterweise werden sie dann weniger.
00:05:15: Sie tauchen auf und verschwinden wieder oft ganz schnell ohne Drama.
00:05:19: Und egal ob sich so ein Trauer der Hutte oder Unsicherheit oder Schmerz handelt Sie bestimmen nicht mehr, was du tust weil sie fließen dürfen.
00:05:30: Genau das erlebe ich auch mit meinen Kundinnen.
00:05:32: dann treffen sie Entscheidungen obwohl Angst da ist oder Trauer der Schmerz Und dann hören Sie auf, hunderttausendmal in die alte Situation zurückzugehen.
00:05:41: Um sie endlich aufzulösen und noch eine Technik anzuwenden und noch irgendwie an sich zu zweifeln, dass es wieder nicht hingekriegt haben.
00:05:47: und so glauben das... Die alte Situation, sie immer noch beeinflusst nur weil ein Tag später sie frustriert erkennen, dass sie sich immer noch unsicher fühlen, dass ist immer noch alles da ist.
00:05:59: Weil dann setzen Sie Ihre Energie lieber dafür ein mit der Unsicherheit oder dem Schmerz vorwärtszugehen Und sich das ins Leben zu holen, was sie gerne hätten.
00:06:09: Nämlich so zu leben wie Sie gerne leben würden.
00:06:13: Gefühle sind wie Wasser lass ich fließen und dann gibt es noch ein Gedanken den ich mit erteilen möchte.
00:06:22: Vielleicht hören wir unsere innere Stimme gar nicht zu schlecht weil sie zu leise ist Sondern vielleicht rausch dass Wasser seit Jahren nur so laut gegen die Staumauer.
00:06:34: Ich habe natürlich auch hier heute wieder eine Frage für dich mitgebracht Wo hast du in deinem Leben eine Staumauer gebaut, obwohl das Wasser längst weiterfließen möchte?
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